
Wir brechen bereits ganz zeitig in der Früh auf, denn dort oben findet sich der ideale Lebensraum für Steinböcke und da wir die ja unbedingt beobachten wollen, ist die beste Zeit dafür der frühe Morgen. Die Kanisfluh ist entweder über Au oder über Mellau zu erreichen. Wir nehmen den Weg über Mellau. Hier führt uns die Strecke von der Bergstation der Bergbahn, über einen gemütlichen Güterweg, bis zur Kanisalpe. Und bereits auf dieser Strecke, werden wir für das zeitige Aufstehen belohnt.
Nicht nur das morgendliche Lichtspiel ist atmemberaubend – die Tiere der großen Steinbockherde, auf die wir nach kurzer Zeit treffen, sind es auch. Schon auf Fotos sehen diese Geschöpfe beeindruckend aus, die Ästhetik, die die Steinböcke mit ihren majestätischen Hörnern ausstrahlen, wenn sie leichtfüßig über das steinige, hügelige Gelände traben, lässt sich aber kaum beschreiben – man muss sie selbst gesehen haben.
Nach einer kurzen Trinkpause geht es weiter, denn nach der Kanisalpe beginnt der Anstieg auf einem schmalen Pfad bis zum Gipfel der Kanisfluh. Gutes Schuhwerk ist für diese mittlere Wanderung unumgänglich. Und ja, nach gut 3,5 Stunden Wanderzeit sind wir am Gipfel der Kanisfluh angekommen und Steinböcke haben wir auch gesehen. Auf unserem Weg runter machen wir Mittags noch Station bei der Waltraud in der Edelweißhütte, denn nach dem aufregenden Morgen wartet sie mit leckerem Essen auf uns und wir gönnen uns hier auch ein Gläschen ihrer hervorragenden Weine.


