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Antony Gormley
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Advent, Advent

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Antony Gormley
Horizon Field, 2009 –2010
Simulation eines Stellplatzes vor Ort

Antony Gormley

Das Kunsthaus Bregenz plant für den Sommer 2009 gemeinsam mit dem britischen Bildhauer Antony Gormley eine Einzelausstellung im KUB und parallel hierzu ein großes Landschaftsprojekt in Vorarlberg.

Antony Gormley zählt zu den wichtigsten Künstlern weltweit und ist einer der bedeutendsten zeit genössischen Bildhauer Großbritanniens. In seinem Werk geht es zentral um den Menschen und seine komplexen Beziehungen zur Gesellschaft, zur Architektur und zur Natur. Im Mittelpunkt seines Schaffens steht der menschliche Körper, den er, ausgehend von seinem eigenen Körper, in immer wieder neuen skulpturalen Konstellationen als Einzelfiguren und in großen Ensembles präsentiert.

Weltweit hat er umfassende Ausstellungen realisiert, dazu zahlreiche spektakuläre Projekte in archetypischen Naturlandschaften wie dem Meer, der Wüste und der Fjordlandschaft Norwegens. So stellte er 1997 100 lebensgroße Eisen-Abgüsse seines Körpers im Wattenmeer vor Cuxhaven an der deutschen Nordseeküste auf.

»Horizon Field« ist ein horizontales Feld von 100 lebensgroßen Eisen-Abgüssen eines menschlichen Körpers auf 2035 m Seehöhe. Die Skulpturen sind verteilt auf über 100 Quadratkilometer des Bregenzerwaldes im Gebiet zwischen Diedamskopf und Schnepfau im Norden, Lech mit der Roten Wand und der Rüfispitze im Süden, Lechleiten und Mittelberg im Osten sowie Damüls mit der Mittagsspitze und Sonntag mit dem Breithorn im Westen. Von jedem Punkt aus sollte es möglich sein, mindestens eines der Werke zu sehen, deren Abstand je nach topografischer Lage mehrere 100 Meter bzw. einige Kilometer beträgt. An manchen Örtlichkeiten wird es daher auch möglich sein, viele Figuren auf einmal zu sehen. Ihre gedachte Augen linie ist exakt auf einer Höhe eingepeilt, sodass alle 100 Figuren eine ideale Horizontlinie innerhalb der Alpenregion bilden.

Die Idee dieses Feldes ist die Verbindung von Sehen und Gesehen-Werden mit der zentralen Rolle des Menschen und seiner Beziehung zur Alpen landschaft. Das Werk wird dem Wechsel der Jahreszeiten, des Lichtes und des Wetters unterworfen sein und somit immer wieder neue Wahrnehmungen und Eindrücke erlauben.

Die 100 Figuren von Antony Gormley sind Abgüsse vom Körper des Künstlers in vollem Eisenguss. Alle Figuren sind jeweils ca. 189 cm hoch, 53 cm breit und 29 cm tief – das Gewicht beträgt je 640 kg.

Das Jahr 2008 dient der Vorbereitung der Fundamente. Erst im Jahr 2009 werden die Skulpturen selbst an den entsprechenden Standorten aufgestellt. Der Abbau erfolgt im Jahr 2010 ebenfalls per Helikopter.

Horizon Field schafft für jeden Betrachter eine unmittelbare Nähe zu der Masse der 100 Figuren, die sich in der Ferne verlieren, und über das alles verbindende Netz der Standorte und über das Sichtbare hinaus Tal mit Tal verbindet. Wichtig ist dabei, dass die Figuren nicht auf den Gipfeln, sondern auf den Berggraten angeordnet sind, in einem Gebiet sozusagen jenseits alltäglicher Belange. Sie sollen die Berge nicht besiedeln, sondern schlicht bewohnen. Sie rufen damit eine Art Zwischen talbeziehung hervor, die das Bergleben in den Alpen über Jahrhunderte charakterisiert hat.

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