Kunst und Kultur in Vorarlberg
Die Juppenwerkstatt in Riefensberg
Man kann sie nicht einfach fertig genäht in einem Geschäft kaufen. Sie muss ihrer Trägerin im wahrsten Sinne des Wortes auf den Leib geschneidert werden. Die Vorarlberger Juppe ist mehr als nur ein Kleidungsstück. Sie ist gelebte Tradition.
Bregenzerwälder Tracht
Ihren Ursprung hat die Juppe im 15. Jahrhundert. Damals noch aus weißem Leinen gefertigt, wurde diese im 17. Jahrhundert braun gefärbt, bis sie schließlich vor 150 Jahren aufgrund spanischer Einflüsse schwarz eingefärbt wurde. In den vergangenen Jahren wurde diese Tracht immer populärer, ob vererbt oder neu, eine Juppe begleitet eine echte Wäldlerin ein Leben lang.
Das Herstellungsverfahren
Die Juppenwerkstatt in Riefensberg gehört zu den wohl interessantesten Ausflugszielen bei Bregenz. Noch heute sind Farb- und Leimkessel, Gläst- und Fältelmaschinen im Einsatz. In einem aufwendigen Produktionsverfahren wird der Leinenstoff veredelt und gefärbt. Der Juppenstoff wird dann in 500 Falten gelegt, eine mühsame händische Arbeit, die oft einen ganzen Tag dauerte. Seit etwa hundert Jahren gibt es die Fältelmaschine, die diesen Arbeitsschritt erleichtert. Rock und Mieder werden miteinander vernäht, weitere aufwendig mit Gold bestickte Accessoires runden die Tracht ab.
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